Nachhaltiges Bauen

ROCKWOOL Forum
Weiterbildung zum Thema Nachhaltigkeit:
Nachhaltigkeit
Viele halten Nachhaltigkeit für einen relativ neuen Begriff.
Doch das Konzept der Nachhaltigkeit steht nicht erst seit Zeiten des Klimawandels auf der Tagesordnung von Wirtschaft und Politik – es wurde bereits im 16. Jahrhundert entwickelt.
Heute werden im Rahmen des Nachhaltigkeitskonzeptes zusätzlich die Auswirkungen auf die Umwelt sowie ökonomische und soziale Faktoren berücksichtigt.
Nachhaltige Entwicklung
Nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen kann nachhaltige Entwicklung erreicht werden.
Auf diese Weise ist es nach dem Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit möglich, sowohl die ökologische als auch die ökonomische und die soziale Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft zu sichern und zu verbessern. Dabei bedingen sich die drei Aspekte gegenseitig.
Das Drei-Säulen-Modell
Die ökologische Nachhaltigkeit orientiert sich am stärksten am ursprünglichen Gedanken, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben.
Ökologisch nachhaltig wäre es demnach, die natürlichen Lebensgrundlagen nur in dem Maße zu beanspruchen, wie sie sich erneuern.
Die ökonomische Nachhaltigkeit fordert eine Gesellschaft, die wirtschaftlich nicht über ihre Verhältnisse lebt und dadurch die Ressourcen der nachrückenden Generationen nicht in Mitleidenschaft zieht.
Die soziale Nachhaltigkeit fordert, ein Staat oder eine Gesellschaft solle so organisiert sein, dass sich die sozialen Spannungen in Grenzen halten und Konflikte nicht eskalieren, sondern auf friedlichem und zivilem Weg ausgetragen werden können.
Der Klimawandel und seine Folgen
UN Klimaforscher halten einen Temperaturanstieg weltweit um bis zu 6,4 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 für möglich. Daraus ergeben sich Schreckensszenarien von überfluteten Küstengebieten, Kältewüsten und Dürren, als deren Folge das Leben auf unserem Planeten ein Ende hätte.
Grund für diese Erwärmung ist unsere moderne Lebensweise in der Industriegesellschaft. Die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl, die Rodung der Wälder und die Massentierhaltung verursachen hohe Treibhausemissionen und belasten das Klima und die Umwelt. Mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen wird versucht, dieser folgenschweren Umweltverschmutzung Einhalt zu gebieten.
Erfolge lassen sich aber erst nachhaltig erzielen, wenn das Bewusstsein der Menschen für diese Problematik nicht nur in den Wohlstandsländern, sondern auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern geschärft wird.
Jeder Einzelne kann handeln
Ist man sich der schwindenden Ressourcen und der Auswirkungen seiner Handlungen bewusst, kann man den Folgen auch entgegensteuern. Das beginnt bei der einzelnen Person, z. B. mit der Mülltrennung,
dem sparsamen Umgang mit Energie und einem bewussten Verkehrs-, Reise- und Konsumverhalten, setzt sich fort über das Angebot von verantwortungsvoll agierenden Unternehmen und reicht bis hin zum nachhaltigen Verhalten ganzer Staaten.
Energie und klimaschädliche CO2-Emissionen einzusparen sowie Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Komfort zu erhöhen ist letztlich in allen Lebensbereichen möglich. Das gilt auch im hohen Maße für das Bauwesen.


Die günstigste Energie ist natürlich die, die man gar nicht erst verbraucht. Perfekte Gebäudedämmung mit ROCKWOOL Steinwolle trägt viel dazu bei. Verschiedene Ansätze für „Energiesparhäuser“ sehen Gebäude vor, die im Vergleich zum Durchschnittswohngebäude weniger Energie für Heizwärme benötigen. Dazu gehört etwa das 3-Liter-Haus, das nur so viel Heizwärme pro m2 und Jahr verbraucht, wie in drei Litern Heizöl enthalten ist. Ein weiter reichender Ansatz ist das Passivhaus. Hier handelt es sich um ein Gebäude ohne aktives Heiz- und Klimatisierungssystem, das fast 90 % weniger Energie als ein durchschnittliches Gebäude verbraucht. Besonders in diesem Bautyp sieht ROCKWOOL die Zukunft für nachhaltiges Bauen. Noch weniger Energie als das Passivhaus verbraucht das Nullenergiehaus. Seine Herstellung ist allerdings noch deutlich teurer.
Kostenersparnis und Klimaschutz sind die erklärten Hauptziele energetischer Modernisierung. Denn in den bestehenden Wohngebäuden wird im Durchschnitt fast dreimal so viel Energie für Heizung und Warmwasserbereitung verbraucht, wie vom Gesetzgeber für Neubauten vorgeschrieben ist. Hier gibt es enorme Möglichkeiten, die Energieeffizienz zu steigern.
Wer meint, nachhaltiges Bauen verursache zusätzliche Kosten, befindet sich im Irrtum. Das Gegenteil ist der Fall. Gegenüber konventionellen Gebäuden zeichnen sich nachhaltig geplante Gebäude durch geringere Lebenszykluskosten und Versicherungsbeiträge, reduzierte Schadens- und Reklamationsrisiken, einen höheren Immobilienwert sowie ein besseres Image aus. Außerdem haben sie einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Bewohner und das Wohlbefinden.
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