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Glossar

140 %-Regelung

Bei Sanierungen können wahlweise die Einzelanforderungen an die U-Werte der zu sanierten Bauteile (Anhang 3 EnEV) erfüllt oder der vollständige Nachweis für das Gebäude wie bei einem Neubau geführt werden. Die zulässigen Höchstwerte für Neubauten dürfen dann um bis zu 40 % überschritten werden.

Anlagenaufwandszahl

Die Anlagenaufwandszahl (auch: ep-Wert) gibt die Güte des eingesetzten Systems zur Wärmeerzeugung an. Vereinfachend gesagt entspricht sie dem Verhältniswert von benötigter Primärenergie zur Energie, die zur Beheizung des Gebäudes sowie zur Bereitung von Trinkwarmwasser benötigt wird.

Beheizte Räume

Räume, die auf Grund bestimmungsgemäßer Nutzung direkt oder durch Raumverbund beheizt werden.

Brennwertkessel

Heizkessel, der für die Kondensation eines Großteils des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes konstruiert ist.

Endenergiebedarf

Energiemenge, die dem Gebäude unter Standardbedingungen bei Berücksichtigung des Heizwärme- und Warmwasserbedarfs sowie der Verluste des Heizungssystems und der Warmwasseranlage jährlich zugeführt werden muss. Der Endenergiebedarf ist somit die theoretisch vom Betreiber jährlich zum Betrieb des Gebäudes einzukaufende Energiemenge.

Energiebedarfsausweis

Form des Energieausweises, die vergleichbar zum Norm-Benzinverbrauch eines PKW auf dem theoretischen Energiebedarf des Gebäudes fußt.

Energieverbrauchsausweis

Vereinfachte Form des Energieausweises, die für bestehende größere und energetisch sanierte Gebäude erstellt werden kann und auf den Verbrauchswerten der letzten drei Betriebsjahre fußt.

Erneuerbare Energien

Im Sinne der EnEV 2009 sind solare Strahlungsenergie, Umweltwärme, Geothermie, Wasserkraft, Windenergie und Energie aus Biomasse erneuerbare Energien.

Gekühlte Räume

Räume, die auf Grund bestimmungsgemäßer Nutzung direkt oder durch Raumverbund gekühlt werden.

Heizkessel

Im Sinne der EnEV 2009 ist der Heizkessel ein aus einem Kessel und einem Brenner bestehender Wärmeerzeuger, der zur Übertragung der durch die Verbrennung freigesetzten Wärme an den Wärmeträger Wasser dient.

Heizwärmebedarf

Wärmemenge, die dem Gebäude von dem jeweiligen Heizungssystem zur Verfügung gestellt werden muss, um die gewünschte Raumtemperatur aufrecht zu erhalten. Der Heizwärmebedarf berücksichtigt keine Verluste, die durch das Heizungssystem selber verursacht werden wie Verluste durch die Verteilung der Wärme. Vereinfachend gesagt entspricht der Heizwärmebedarf der von den Heizkörpern an das Gebäude abzugebenden Energiemenge.

Niedertemperaturkessel

Heizkessel, der kontinuierlich mit einer Eintrittstemperatur von 35 bis 40 Grad Celsius betrieben werden kann und in dem es unter bestimmten Umständen zur Kondensation des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes kommen kann.

Primärenergiebedarf

Wärme, Erdgas, Strom oder andere Energieträger, die im Gebäude genutzt werden, müssen dem Nutzer bereitgestellt werden. Bei der Stromerzeugung entstehen ebenso Verluste wie etwa beim Erdgastransport durch Pipelines oder beim Verschiffen von Erdöl. Der Primärenergiebedarf berücksichtigt neben dem Endenergiebedarf des Gebäudes auch die „vorgelagerten Prozesse“.

Transmissionswärmeverlust

Wärmeverlust, den ein Gebäude durch Wärme erfährt, die durch seine Außenbauteile fließt. Transmissionswärmeverluste können durch eine gute Gebäudedämmung verringert werden.

U-Wert

Wärmeverlust durch einen Quadratmeter eines Bauteils, wenn an den Oberflächen des Bauteils eine Temperaturdifferenz von 1 Grad Celsius herrscht. Kleine U-Werte, also kleine Wärmeverluste, sind ein sicheres Indiz für gut gedämmte Bauteile.