This site uses javascript, some functionality and content is not working if javascript is disabled

Häufige Fragen zur Nachhaltigkeit


Was bedeutet „Nachhaltigkeit“?Häufige Fragen zur NachhaltigkeitWas ist das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit?Belastet die Herstellung von Steinwolle die Umwelt?Wie hoch ist der Rohstoffbedarf bei der Herstellung von Steinwolle?Schont der Einsatz von Steinwolle die Umwelt?Ist Rockwool Steinwolle ein ökologisches Dämmprodukt?Wie können die Umweltauswirkungen der Produktion von Rockwool Steinwolle angegeben werden?Warum ist die Deutsche Rockwool Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB)?Ist nachhaltiges Bauen teuer?

Was bedeutet „Nachhaltigkeit“?

Der Begriff der Nachhaltigkeit wurde bereits 1560 in der kursächsischen Forstordnung erwähnt. Diese legte fest, dass regenerierbare lebende Ressourcen nur in dem Maße genutzt werden sollten, wie Bestände natürlich nachwachsen. Demnach durfte ein Wald nie komplett abgeholzt, sondern nur so viel Holz entnommen werden, wie im gleichen Zeitraum wieder nachwachsen kann. Die deutsche Forstwirtschaft übernahm anschließend im 18. und 19. Jahrhundert das Konzept einer „nachhallenden“ und später „nachhaltigen“ Waldbewirtschaftung.

 

Bis zum heutigen Tage sind zahlreiche Definitionsversuche für den Begriff der Nachhaltigkeit unternommen worden und Nachhaltigkeit ist zu einem inflationär und in unterschiedlichsten Zusammenhängen genutztes Wort geworden. Einer der bekanntesten Definitionsansätze entstammt dem später als „Brundlandt-Report“ bekannt gewordenen Dokument „Unsere gemeinsame Zukunft“, welches die von den Vereinten Nationen eingesetzte Weltkommission für Umwelt und Entwicklung im Jahre 1987 veröffentlichte:


„Entwicklung zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können."



Häufige Fragen zur Nachhaltigkeit



Was ist das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit?

Einer der wesentlichen Grundgedanken einer nachhaltigen Entwicklung liegt darin, die Betrachtung von Auswirkungen des eigenen Handelns nicht nur auf eine Dimension zu beschränken. So ist es weder im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung Entscheidungen (wie häufig üblich) annähernd ausschließlich aufgrund ökonomischer Beweggründe zu treffen. Ebenso wenig fußt eine nachhaltige Entwicklung (wie häufig vermutet) darauf, ausschließlich ökologische Motive zu betrachten. Daneben ist es zudem von Bedeutung (wie häufig vergessen), soziokulturelle Auswirkungen mit in die Überlegungen einzubeziehen.


Der Dreiklang aus ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Zielen wird häufig als das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit bezeichnet. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ist jede dieser Säulen gleichermaßen wichtig zu bewerten.



Belastet die Herstellung von Steinwolle die Umwelt?

Jeder Baustoff hat eine gewisse Belastung zur Folge, Steinwolle jedoch in ganz geringem Maße. Emissionen, die bei der Herstellung von Steinwolle freigesetzt werden, bestehen hauptsächlich aus CO2, Wasserdampf und Luft. Organische und anorganische Verbindungen, wie z. B. Stickoxyd, Schwefeldioxyd, Ammoniak und Staub sind nur in so geringem Anteil enthalten, dass sie die Umwelt praktisch nicht belasten. Die gesetzlichen Anforderungen der TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) werden unterschritten. Wasser, das man zur Produktion von Steinwolle benötigt, wird in geschlossenen Kreisläufen geführt, anschließend gereinigt und wieder aufbereitet. So entsteht nahezu kein Abwasser. Teilweise wird in den Werken der Deutschen Rockwool auch Regenwasser an den Oberflächen gesammelt und für den Produktionsprozess genutzt. Die aus dem Schmelzprozess entstehende Wärme nutzen wir zur Beheizung unserer Gebäude und zur Trocknung der Briketts in den Recyclinganlagen. Wir kennen keinen anderen Baustoff, der die Umwelt geringer belastet und gleichzeitig so viel für den Umweltschutz bringt.



Wie hoch ist der Rohstoffbedarf bei der Herstellung von Steinwolle?

Der Rohstoffbedarf für die Produktion ist so gering, dass aus einem Kubikmeter Rohstoff bis zu 150 m³ Dämmstoff gewonnen werden. Diese Menge reicht zur Dämmung von ca. drei Einfamilienhäusern aus.



Schont der Einsatz von Steinwolle die Umwelt?

Der Einsatz von Steinwolle als Wärmedämmstoff gewährleistet, dass im Winter weniger geheizt und im Sommer weniger gekühlt werden muss. Der Bedarf an Heiz- bzw. Kühlenergie kann so erheblich gesenkt, der Einsatz von Primärenergie verringert und die Schadstoffemission niedrig gehalten werden.



Ist Rockwool Steinwolle ein ökologisches Dämmprodukt?

Rockwool Steinwolle ist ein aus natürlichen Rohstoffen gewonnenes Produkt, das über Jahrzehnte hinweg alterungsbeständig und deswegen besonders wirtschaftlich ist. Die natürlichen Ausgangsstoffe für Rockwool Steinwolle sind nahezu unbegrenzt vorkommende Gesteinsarten wie Basalt, Diabas, Dolomit und andere. Alle daraus entwickelten Produkte und Systeme weisen eine erstklassige Ökobilanz auf und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Bauen.



Wie können die Umweltauswirkungen der Produktion von Rockwool Steinwolle angegeben werden?

Als einer der ersten Baustoffhersteller hat die Deutsche Rockwool eine Umwelt-Produktdeklaration (EPD) für ihre Produkte erarbeiten lassen. In dem durch das Institut für Bauen und Umwelt e. V. (IBU) herausgegebenen Dokument werden die Ergebnisse einer zuvor erstellten Ökobilanz für den Produktionsprozess unserer Steinwolle wiedergegeben. Die EPD wird vor der Veröffentlichung durch einen unabhängigen Sachverständigenausschuss überprüft. Den Produkten der Deutschen Rockwool wird damit eine erstklassige Ökobilanz bescheinigt. So wird mit einem typischen Rockwool Produkt über eine typische Lebensdauer mehr als das 100-fache der Energie eingespart, die für die Produktion und Logistik des Produktes benötigt wird.

Eine nochmals deutlich positivere Ökobilanz weisen die Rockwool Produkte für die technische Isolierung auf: Bereits binnen 24 Stunden können sich diese energetisch amortisieren. Der Energierückfluss über eine typische Lebensdauer kann dabei mehr als das 10.000-fache der zur Produktion eingesetzten Energie betragen!



Warum ist die Deutsche Rockwool Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB)?

Die Deutsche Rockwool ist bereits seit Gründung der DGNB Unterstützer des nachhaltigen Bauens und Mitglied in der DGNB. Für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Bauwerken spielt neben einzelnen Produkteigenschaften vor allem die richtige Gesamtkomposition aller Produkte zu einem durchdachten Gebäudekonzept eine tragende Rolle. Der alleinige Einsatz von Produkten mit ausgezeichneten Ökobilanzwerten führt demnach nicht postwendend zu einem Bauwerk, dass allen Aspekten des nachhaltigen Bauens über seinen gesamten Lebenszyklus (also von der Planung bis zum Rückbau) gerecht wird.

Aus diesem Grund ist es für uns wichtig, die Betrachtung nicht auf Produkteigenschaften zu beschränken, sondern jederzeit das gesamte Bauwerk über seinen vollständigen Lebenszyklus zu betrachten und so die Grundgedanken des nachhaltigen Bauens zu unterstützen.



Ist nachhaltiges Bauen teuer?

Ökonomische Aspekte spielen beim nachhaltigen Bauen einen ebenso wichtigen Part wie ökologische oder soziokulturelle Aspekte. Anders ausgedrückt: Wäre ein Bauwerk, das nach den Grundgedanken des nachhaltigen Bauens geplant worden ist, teurer als ein konventionell geplantes Bauwerk, wäre es nicht nachhaltig, da ökonomische Aspekte während der Planung vernachlässigt worden sind.

Der während der Planungsphase entstehende Mehraufwand wird bei nachhaltig geplanten Gebäuden durch deutlich geringere Betriebs- und Rückbaukosten deutlich kompensiert. An dieser Stelle können Dämmstoffe der Deutschen Rockwool einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die laufenden Kosten für die Energieversorgung zu mindern oder Kosten für die aufwändige Entsorgung belasteter Baustoffabfälle zu vermeiden.

Haben Sie weitere Fragen? Schicken Sie uns eine E-Mail.

Kontakt