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Häufige Fragen zur Nachhaltigkeit


Wann entstand der Begriff „Nachhaltigkeit“?Häufige Fragen zur NachhaltigkeitWas ist das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit?Belastet die Herstellung von Steinwolle die Umwelt?Wie hoch ist der Rohstoffbedarf bei der Herstellung von Steinwolle?Schont der Einsatz von Steinwolle die Umwelt?Ist Rockwool Steinwolle ein ökologisches Dämmprodukt?Wie ist die durchschnittliche Haltbarkeit von Rockwool Steinwolle?Wurde die Umweltverträglichkeit von Rockwool Steinwolle geprüft?Ist Rockwool Mitglied in der DGNB, die das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ entwickelte?Ist nachhaltiges Bauen teuer? Kann durch den Einsatz von Steinwolle die Niedrigenergiebauweise erreicht werden?

Wann entstand der Begriff „Nachhaltigkeit“?

Er wurde erstmalig 1560 in der kursächsischen Forstordnung erwähnt. Diese legte fest, dass regenerierbare lebende Ressourcen nur in dem Maße genutzt werden sollten, wie Bestände natürlich nachwachsen. Demnach durfte ein Wald nie komplett abgeholzt, sondern nur so viel Holz entnommen werden, wie nachwachsen kann. Im 18. Jahrhundert verursachte der Silberbergbau im Erzgebirge eine Rohstoffkrise. Jedoch nicht aus Mangel an Silbererz, sondern wegen der Knappheit an Holz, das für den Ausbau der Gruben, den Abbau des Erzes und vor allem für den Betrieb der Schmelzöfen mit Holzkohle benötigt wurde. Diese Krise veranlasste 1713 Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht“ die Prinzipien der Nachhaltigkeit zu formulieren. Die deutsche Forstwirtschaft des 18. und 19. Jahrhunderts übernahm sein Konzept der „nachhaltenden“ und später „nachhaltigen“ Waldbewirtschaftung.



Häufige Fragen zur Nachhaltigkeit



Was ist das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit?

Dieser Ansatz geht von der Vorstellung aus, dass nachhaltige Entwicklung nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen erreicht werden kann.



Belastet die Herstellung von Steinwolle die Umwelt?

Jeder Baustoff hat eine gewisse Belastung zur Folge, Steinwolle jedoch in ganz geringem Maße. Emissionen, die bei der Herstellung von Steinwolle freigesetzt werden, bestehen hauptsächlich aus CO2, Wasserdampf und Luft. Organische und anorganische Verbindungen, wie z. B. Stickoxyd, Schwefeldioxyd, Ammoniak und Staub sind nur in so geringem Anteil enthalten, dass sie die Umwelt praktisch nicht belasten. Die gesetzlichen Anforderungen der TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) werden unterschritten. Wasser, das man zur Produktion von Steinwolle benötigt, wird in geschlossenen Kreisläufen geführt, anschließend gereinigt und wieder aufbereitet. So entsteht kein Abwasser. Teilweise wird in den Werken der Deutschen Rockwool auch Regenwasser an den Oberflächen gesammelt und für den Produktionsprozess genutzt. Die aus dem Schmelzprozess entstehende Wärme nutzen wir zur Beheizung unserer Gebäude und zur Trocknung der Briketts in den Recyclinganlagen. Wir kennen keinen anderen Baustoff, der die Umwelt geringer belastet und gleichzeitig so viel für den Umweltschutz bringt.



Wie hoch ist der Rohstoffbedarf bei der Herstellung von Steinwolle?

Der Rohstoffbedarf für die Produktion ist so gering, dass aus einem Kubikmeter Rohstoff bis zu 150 m³ Dämmstoff gewonnen werden. Diese Menge reicht zur Dämmung von ca. drei Einfamilienhäusern aus.



Schont der Einsatz von Steinwolle die Umwelt?

Der Einsatz von Steinwolle als Wärmedämmstoff gewährleistet, dass im Winter weniger geheizt und im Sommer weniger gekühlt werden muss. Der Bedarf an Heiz- bzw. Kühlenergie kann so erheblich gesenkt, der Einsatz von Primärenergie verringert und die Schadstoffemission niedrig gehalten werden.



Ist Rockwool Steinwolle ein ökologisches Dämmprodukt?

Rockwool Steinwolle ist ein aus natürlichen Rohstoffen gewonnenes Produkt, das über Jahrzehnte hinweg alterungsbeständig und deswegen besonders wirtschaftlich ist. Die natürlichen Ausgangsstoffe für Rockwool Steinwolle sind nahezu unbegrenzt vorkommende Gesteinsarten wie Basalt, Diabas, Dolomit und andere. Alle daraus entwickelten Produkte und Systeme weisen eine erstklassige Ökobilanz auf und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Bauen.



Wie ist die durchschnittliche Haltbarkeit von Rockwool Steinwolle?

Für alle Rockwool Dämmstoffe lässt sich eine durchschnittliche Haltbarkeitsdauer von 45 Jahren angeben. Die meisten unserer Produkte und Systeme halten allerdings deutlich länger.



Wurde die Umweltverträglichkeit von Rockwool Steinwolle geprüft?

Als einer der ersten Baustoffhersteller haben wir Umweltproduktdeklarationen (EPDs/ Environmental Product Declarations) für unser komplettes Sortiment erarbeiten lassen. Sie stellen Produktkennzeichnungen dar, die Qualität und Ökobilanz belegen. Sie werden vom Institut Bauen und Umwelt e.V. herausgegeben, eine offene Vereinigung führender Hersteller vorrangig aus den Bereichen Holzwerkstoffe, mineralische Baustoffe und Metalle. Die Prüfung der Umweltverträglichkeit wird durch einen unabhängigen Sachverständigenausschuss vollzogen. Diese bestätigen uns eine erstklassige Ökobilanz. So kann mit einem typischen Rockwool Produkt, mit einer Nutzungsdauer von 45 Jahren, das 128-fache der Energie eingespart werden, die für seine Produktion, Logistik und Entsorgung benötigt wird. Ein noch spektakuläreres Beispiel für eine hervorragende Ökobilanz: Unsere Produkte zur Dämmung von Wärmeleitungen können sich bereits binnen 24 Stunden amortisieren. Der Energierückfluss beträgt dabei mehr als das 10.000-fache der eingesetzten Energie!



Ist Rockwool Mitglied in der DGNB, die das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ entwickelte?

Ja, die Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) wurde am 17. Juni 2008 im Rahmen des internationalen Kongresses „Consense“ offiziell besiegelt. Rockwool war das 222. Mitglied.



Ist nachhaltiges Bauen teuer?

Nein, im Gegenteil! Die Produkte von Rockwool helfen dabei, den Energieverbrauch zu senken, den Brandschutz zu erhöhen, Bauschäden zu vermeiden und die Bausubstanz zu schützen. Das bedeutet sofort messbare Einsparungen und langfristig weniger Kosten/Investitionen.



Kann durch den Einsatz von Steinwolle die Niedrigenergiebauweise erreicht werden?

Ja. Der Heizbedarf bei Niedrigenergiehäusern liegt deutlich unter den gesetzlichen Anforderungen der meisten Bestandsgebäude, die bis zum Jahr 2002 errichtet wurden. Bei Niedrigenergiehäusern wird der Heizbedarf stark reduziert. Außerdem werden durch die Energieeinsparung bei Niedrigenergiehäusern die Schadstoffemissionen verringert und somit die Umwelt zusätzlich geschont. Steinwolle eignet sich für eine Niedrigenergiebauweise, denn deren bauliche Anforderungen werden von unseren Produkten problemlos erfüllt.

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