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Schallschutz ist Gesundheitsschutz

Rockwool Steinwolle-Dämmstoffe leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Menschen gegen Lärm. Durch ihre offenporige Struktur sind sie in der Lage, Schallwellen in hohem Maße zu absorbieren. Sie führen damit zu einem höherwertigen Schallschutz der unterschiedlichsten Konstruktionen.

Was ist Schall, und wie entsteht er?

Ohne Schall könnten wir keine Geräusche, keine Stimmen und keine Musik wahrnehmen. Unter Schall versteht man zunächst alles, was mit dem menschlichen Gehör wahrgenommen werden kann. Schallwellen sind Luftschwingungen, die von einer Schallquelle ausgehen. Diese werden von den umliegenden Molekülen weitergeleitet. Schallwellen können sich nicht nur durch die Luft ausbreiten (Luftschall), sondern auch durch flüssige bzw. feste Medien (Körperschall). In diesen Medien können sie sich sogar besser fortbewegen, da die Moleküle des Stoffes dichter beieinander liegen und deshalb die Schwingungen besser übertragen können.

Wie pflanzt Schall sich fort?

Wie eine Welle auf der Wasseroberfläche setzt sich auch der Schall in Form von Druckwellen fort. Stellen höherer Dichte wechseln mit solchen geringer Dichte ab. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit hängt vom Medium ab. In Luft breitet sich der Schall mit ca. 340 m/s aus. In flüssigen und festen Stoffen ist diese Geschwindigkeit höher. Sie kann je nach Material bis zu 5.500 m/s betragen. Der Schall kann auch von einem Medium in ein anderes übergehen. Ein Teil des Schalls wird aber in der Regel beim Übergang reflektiert. Diesen Effekt nennt man auch Echo.

Tonhöhe:
Die Tonhöhe ist abhängig von der Anzahl der Schwingungen pro Zeiteinheit, der Frequenz. Sie wird in Hertz (Hz) angegeben. Das menschliche Ohr nimmt Töne im Frequenzbereich von 16 Hz bis 20 kHz wahr. Die Töne, die unter diesem Bereich liegen, heißen Infraschall. Die Töne, die über diesem Bereich liegen, heißen Ultraschall.

Schallpegel

Die Bauakustik beschäftigt sich mit Luft- und Körperschall innerhalb von Gebäuden, wobei Frequenzen von 100 Hz bis 3.150 Hz betrachtet werden.
Beim Luftschall handelt es sich um Übertragung der Schallenergie auf dem Luftwege, während die Übertragung beim Körperschall z. B. im Stahlbeton-, Stahl- oder Mauerwerk eines Gebäudes erfolgt.
Eine Sonderform des Körperschalls ist der Trittschall. Dieser beschränkt sich auf die Körperschall-übertragungen, die durch das Begehen von Decken oder Treppen hervorgerufen werden.

Als Maß wird ein logarithmisches Maß, der Schallpegel L, verwendet. Die Einheit wird mit Dezibel, abgekürzt dB, bezeichnet nach dem Erfinder des elektromagnetischen Telefons, Graham Bell. Der Vorsatz "dezi" besagt, dass 1/10 der Einheit "Bel" vorliegt.

Körperschall 

Bei der Körperschallübertragung werden die Bauteile, z. B. mit einem Hammer, in Biegeschwingungen versetzt, die wieder zu entsprechenden Schwingungen der Luftteilchen in den benachbarten Aufenthaltsräumen, also zu Luftschall führen.

Statt des Hämmerns treten im normalen Wohnraum viele andere Formen der Körperschallanregung auf, z. B. das Ticken einer Uhr oder das Geräusch einer Tür, die zufällt. Für den Wohnbereich besonders wichtig ist die Schallübertragung bei Decken. Sie werden unter dem Sammelbegriff "Trittschall" zusammengefasst, weshalb man von "Trittschallübertragung" und "Trittschallschutz" spricht.

Wann wird aus Schall Lärm?

Lärm ist kein exakter physikalischer Begriff, sondern eine sehr subjektive Empfindung. Jedes Schallereignis, gleich welcher Art und Lautstärke, kann Lärm sein. Das macht eine Lärmbekämpfung sehr kompliziert.
Die Wissenschaft hat immer wieder die Auswirkung des Lärms auf den menschlichen Organismus untersucht. Demnach können gesundheitliche Schädigungen dann auftreten, wenn eine dauerhafte Schallbelastung vorliegt, deren Maß ca. 65 dB(A) übersteigt.
Wird eine Grenze von 85 bis 90 dB(A) dauernd überschritten, so muss mit der Gefahr einer Ohrschädigung und Schwerhörigkeit gerechnet werden.

Die bei einer Schallwelle auftretenden periodischen Druckschwankungen werden vom menschlichen Ohr als Schalldruck wahrgenommen. Der Berwertungsmaßstab hierfür ist der entfernungsabhängige Schall(druck)pegel in der Einheit Dezibel (dB). Zusätzlich wird das Hörempfinden auch durch unterschiedliche Frequenzen beeinflusst. Bei der Bestimmung des Schalldruckpegels, wird bei der technischen Messvorrichtung ein Filter (A) vorgeschaltet, der die anatomischen Eigenschaften des menschlichen Ohres nachempfinden soll. Der so in praxisgerechter Entfernung gemessene und bewertete Schalldruckpegel wird mit der logarithmischen Einheit dB(A) wiedergegeben. Um einen Schall wahrzunehmen, ist ein Medium wie Luft Voraussetzung. Auf dem praktisch atmosphärenlosen Mond herrscht somit absolute Stille (die in sehr geringer Masse vorhandene Atmosphäre wird Exosphäre genannt).

 

Weitere Informationen

Seminar Raumakustik