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Mittwoch, 9. Juni 2004

Wärme-, Schall- und Brandschutz in einem Zug - BMW Werk Leipzig sicher bedacht

Im Frühjahr 2005 ist es soweit: BMW startet die Serienproduktion von Fahrzeugen seiner 3er-Reihe auf dem neuen, 208 Hektar großen Werkgelände in Leipzig. Bereits fertig belegt ist inzwischen die gesamte Dachfläche. Mit einer Fläche von 260.000 Quadratmetern – das entspricht etwa 34 Fußballfeldern – stellte diese hochmoderne Industrieimmobilie nicht nur brandschutztechnisch höchste Anforderungen an Dachdecker und Bau-material.

Nordöstlich der Neuen Messe Leipzig wächst eine neue Hoffnung der Region: das BMW Werk Leipzig. Nach einer kurzen Anlaufphase im Frühjahr 2005 sollen hier pro Tag bis zu 650 Fahrzeuge der 3er-Baureihe vom Band laufen. Bis zu 5.500 Arbeitsplätze entstehen auf dem Werkgelände – weitere Arbeitsplätze bei den angeschlossenen Dienstleistern noch nicht mit eingerechnet. Rund 1,3 Mrd. Euro investiert BMW in den Standort Leipzig und seit August 2001 sind die Arbeiten in vollem Gange. 

Dacharbeiten voll im Zeitplan
Mitte Dezember 2002 konnte mit den Dacharbeiten begonnen werden. Bis Ende Mai 2003 waren bereits mehr als 230.000 qm Dachfläche und über 90.000 qm Fassade gedämmt und abgedichtet. Bei der Auswahl der Dämmung spielten die brand-schutztechnischen Anforderungen der Industriebaurichtlinie eine wesentliche Rolle: So wurde die Dachfläche gemäß DIN 18234 „Brandschutz großflächiger Dächer“ ausgelegt und nichtbrennbare Steinwolle-Dämmstoffe eingesetzt.

Der Dachaufbau besteht aus einer Trapezprofiltragschale, der nichtbrennbaren Dachdämmplatte „Durock GF“ der Deutschen Rockwool und einer zweilagigen bituminösen Abdichtung.

Zur Sicherung gegen Windsoglasten wurde der Dachaufbau im Überlappungsbereich der ersten Lage mechanisch befestigt und abschließend die Oberlage vollflächig aufgeschweißt. Auf eine Dampfsperre wurde bewusst verzichtet und dafür die Winddichtigkeit durch den Einbau von Fugenbändern bei der Trapezprofilverlegung erzielt. Mit 120 mm Gesamtdicke (Dachdämmplatten „Durock“ in 2 mal 60 mm) erfüllt die Dämmung auch die Anforderungen an den Wärmeschutz spielend. Durch ihre hochverdichtete Oberlage verfügen die „Durock“ Dachdämmplatten über eine erhöhte Punktbelastbarkeit und bieten daher eine hohe Sicherheit bei mechanisch befestigten Dachaufbauten und der Montage.

„Rush Hour“ dank reibungsloser Logistik
Um den engen Zeitplan einhalten zu können, arbeiteten in Spitzenzeiten bis zu 100 Dachdecker auf den unterschiedlichen Dachabschnitten. Diesem regen Treiben und dem Zeitdruck kam ein eingespielter Lieferservice entgegen: Die Deutsche Rockwool lieferte die „Durock“ Dachdämmplatten im gestretchten Großgebinde und auf den passenden Lieferfahrzeugen. Auf den riesigen Dachflächen selbst wurden die Großgebinde mit dem Transportgerät „Lift and Roller“ verteilt. Dies garantierte bei der Verlegung einen zügigen und reibungslosen Bauablauf. Zusätzlich sorgte das verwendete Großformat der „Durock“ von 2.000 x 1.200 mm nicht nur für einen geringeren Fugenanteil, sondern auch noch für eine zeitsparende und rationelle Verlegung.

Brandschutz im Detail: Dachrand und Durchdringungen
Besondere Konzentration war am Dachrand und dem Attika-Anschlussbereich gefragt. Die aufgehende Attika wurde mit der Sanierungsplatte
„RP-TF“ in 40 mm Dicke gedämmt. Erst danach wurden die „Durock“ Dachdämmplatten verlegt und fugenlos gegen die schon gedämmte Attika gestoßen. Um mögliche Wasseransammlungen vom Attika-Anschlussbereich fernzuhalten, stellte man mithilfe der Kontergefälleplatte „RP-KGD“ ein Gegengefälle her. Letztlich erfolgte der fachgerechte Wandanschluss durch die Verwendung von Dachkeilen „RDK“.

Auch in diesen sensiblen Bereichen galt es, den Brandschutz zu erfüllen. Um im Falle eines Brandes das Eintreten von Flammen oder von brennbaren Gasen in den Dachaufbau zu unterbinden, wurden die Tiefsicken um Lichtkuppeln, um Durchdringungen sowie im Attika- und Dachrandbereich mit nichtbrennbaren Voll-Sickenfüllern aus Steinwolle gemäß DIN 18234 gefüllt. Zusätzlich konnte auf diese Weise, trotz Fehlen einer Dampfsperre, die Konvektion und der permanente Eintritt von Frischluft in den Dachaufbau unterbunden werden.

Datum: Juni 2004

Deutsche Rockwool -
Dämmstofflösungen aus Steinwolle für nachhaltiges Bauen

Die Deutsche Rockwool produziert mit rund 1.200 Mitarbeitern an den Standorten Gladbeck, Flechtingen und Neuburg hochwertige Dämmsysteme aus Steinwolle. Mit umfassenden Sortimenten für den Hochbau, die Industrielle Weiterverarbeitung sowie die Technische Isolierung und Isolierungen im Schiffbau ist Rockwool der Marktführer für Steinwolle-Dämmung. Im Zentrum des unternehmerischen Handelns der Deutschen Rockwool steht  das Ziel, durch nachhaltiges Wirtschaften die Zukunft des Konzerns, seiner Mitarbeiter und Kunden ebenso wie die ökologische und ökonomische Basis nachfolgender Generationen zu sichern. Das Unternehmen modernisiert daher kontinuierlich die Produktionsprozesse in allen Werken, um deren Energiebedarf sowie ihre Emissionen zu senken. Gleichzeitig fördert die Deutsche Rockwool mit ihren Produkten bereits seit vielen Jahren nachhaltiges, energiesparendes und damit zukunftsweisendes Bauen. Als Tochter des dänischen Rockwool Konzerns kann die Deutsche Rockwool auf einen Erfahrungsschatz aus rund 75 Jahren Steinwolle-Herstellung zurückgreifen. Mit 8.500 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern ist der Konzern der weltweit führende Anbieter von Produkten und Systemen aus Steinwolle.

DEUTSCHE ROCKWOOL
MINERALWOLL GMBH & CO. OHG
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BMW Werk Leipzig

Das neue BMW Werk Leipzig
Foto: BMW AG/Martin Klindtworth


BMW Werk Leipzig

Die „künftig sauberste Lackiererei der Welt“ mit den beiden 45 m hohen Abluftkaminen
Foto: BMW AG/Martin Klindtworth


BMW Werk Leipzig

Verlegung der Dachdämmplatten „Durock“


BMW Werk Leipzig

Befestigung des Dachaufbaus


BMW Werk Leipzig

Fertig gedämmte und abgedichtete Dachflächen


BMW Werk Leipzig

Attikadämmung


BMW Werk Leipzig

Dachrandausbildung


BMW Werk Leipzig

Brandschutz um Lichtkuppeln


BMW Werk Leipzig

Einbau der Vollsickenfüller

Fotos: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG