Montag, 3. April 2006
Original Teile Center von Volkswagen - Rundum zuverlässig gedämmt
Im April 2004 fiel der Startschuss für den Bau des OTC 3 und 4 von Volkswagen: Mit den beiden neuen Gebäuden des Original Teile Centers im hessischen Baunatal ergänzt der Automobilkonzern seine Lagerflächen für das weltweite Ersatzteilgeschäft. Nach Beendigung der Arbeiten in einem Areal von rund 110.000 Quadratmetern werden die insgesamt vier Center eine Lagerfläche von etwa 340.000 Quadratmetern zur Verfügung stellen. Für den Verarbeiter an Dach und Fassade galt es, den optimalen Wärme-, Schall- und Brandschutz auf einer gewaltigen Fläche in minimaler Verlegezeit zu erzielen.
Im hessischen Baunatal bei Kassel entstand mit dem OTC-Erweiterungsbau die zurzeit europaweit größte Logistik-Einrichtung. Zusammen mit weiteren Lagerflächen und der angrenzenden Produktionsstätte verfügt Volkswagen in der Region über eine Kapazität von insgesamt 800.000 m2. Zehn Jahre nach Inbetriebnahme des OTC 1 wurden noch einmal rund 75 Millionen Euro in die Errichtung der beiden neuen Logistikhallen investiert. Von hier aus werden weltweit 250 Importeure in über 170 Ländern mit Volkswagen- und Audi-Originalteilen beliefert. Hinzu kommen der deutsche Großhandel sowie 300 Händler in den neuen Bundesländern. Das OTC beschäftigt direkt rund 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weitere 1.000 Beschäftigte in Logistik-Unternehmen, die nur oder überwiegend für das OTC tätig sind.
Straffer Zeitplan forderte Profis
Für die Dach- und Fassadenarbeiten entschied man sich für einen Verarbeiter, mit dem man bereits gute Erfahrungen sammeln konnte und dem man die Einhaltung des straffen Zeitplans zutraute: Die Dacharbeiten sollten im Oktober 2004 abgeschlossen sein, die Gesamtübergabe fand im August 2005 statt. Das Unternehmen Dieter Eitle GmbH, Neu-Ulm, begann im Juli 2004 mit der Montage von Trapezprofilen auf dem Dach und Stahlkassettenprofilen an der Wand. Dabei waren teilweise bis zu 80 Mitarbeiter des Unternehmens auf der Großbaustelle beschäftigt, um ein rasches Fortschreiten der Arbeiten zu gewährleisten.
Auch die Auswahl der Dämmung nach den brandschutztechnischen Anforderungen der Industriebaurichtlinie förderte bei der ausschreibenden Stelle die Entscheidung für das Unternehmen Dieter Eitle: Seit über 20 Jahren verarbeitet man hier nichtbrennbare Steinwolle-Dämmstoffe von Rockwool und erzielt damit beste Wärme- und Schallschutzwerte bei gleichzeitig optimalem Brandschutz.
Zuverlässige Dämmung, einfache Verarbeitung an Anschluss-Stellen
Für das OTC 3 und 4 entschied man sich für die nichtbrennbare Dachdämmplatte „Hardrock II“ in 100 mm Dicke. Nach dem Ausrollen der 0,25 mm starken PE-Dampfsperre auf den Trapezprofilen (Profil 160/250/0,88 mm) konnten die druckbelastbaren Dachdämmplatten in kürzester Zeit verlegt werden. Durch die hoch verdichtete Oberseite – die Zweischichtcharakteristik – der „Hardrock II“ war die unmittelbare Begehbarkeit der Dachfläche für die Verlegung der Abdichtung gegeben. Die mechanische Befestigung der 1,5 mm starken PVC-Abdichtung erfolgte im Überlappungsbereich: Bei dem für eine rationelle Verlegung günstigen Format der Dachplatten von 1,2 x 2,0 m wird jede Platte mit mindestens zwei Befestigern zusammen mit der Abdichtung befestigt. Aufgrund der erhöhten Punktbelastbarkeit durch die hoch verdichtete Oberseite bietet die „Hardrock II“ die notwendige Sicherheit bei mechanisch befestigten Dachaufbauten, denn Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit waren auch bei dieser Dachkonstruktion oberstes Gebot.
Die insgesamt 77 Oberlichter auf dem OTC 3 und 32 Oberlichter auf OTC 4 mit einer Länge von jeweils 21,90 Metern und einer Breite von 2,40 Metern wurden ebenfalls von den Verarbeitern aus Neu-Ulm vorher montiert. Als Lichtbandzargendämmung griff man auf „Fixrock“ von Rockwool zurück, die PVC-Folie konnte dabei einfach an der Anschluss-Stelle senkrecht nach oben über das Lichtband gezogen werden. Für die Gefälleausbildung zwischen Attika und Wassereinläufen verwendete man die nichtbrennbare Kontergefälledachplatte „RP-KGD“ – unerwünschte Wasseransammlungen im Attika-Anschlussbereich konnten so wirksam vermieden werden.
Brandwände und Fassade
Unter Brandschutzgesichtspunkten wendete man ein besonderes Augenmerk auf die durch die Halle verlaufenden Brandwände. Die insgesamt fünf Wände teilen die beiden Hallen in sieben Abschnitte ein. Wurden die Brandwände oberhalb der Dachfläche mit der Steinwolle-Platte „Durock“ gedämmt, so kamen an den Außenwänden der beiden Hallen insgesamt etwa 18.000 m2 der Kassetten-Dämmplatte „Steelrock“ zum Einsatz. Aufgrund ihrer hohen Formstabilität ließ sie sich leicht verarbeiten und leistet darüber hinaus durch ihre offene und absorbierende Struktur einen wichtigen Beitrag zum Schallschutz. Die im OTC 3 im Logistikbereich integrierten Büroräume mit einer Fläche von rund 500 m2 erhielten zur erhöhten Schall- und Wärmedämmung zusätzlich eine Dachdämmung mit doppelt verlegten „Hardrock“ Platten (Gesamtdicke 160 mm; 2 x 80 mm).
„Just-in-time“ war gefordert
Zur sicheren Einhaltung des Zeitplans war neben einer raschen und zuverlässigen Verarbeitung die exakt auf die Arbeitsfortschritte abgestimmte Logistik gefragt. Rockwool stellte für den reibungslosen Materialfluss auf der Baustelle im Rahmen seines „Flachdach-Servicepakets“ die Lieferplanung sicher: Bis zu acht Cabrio- und Abplan-LKWs am Tag – eine LKW-Ladung umfasst dabei beispielsweise ca. 940 m² „Hardrock“ – lieferten die benötigten Dämmmaterialien, die dann per Autokran auf das Dach transportiert wurden.
Datum: April 2006
„Bautafel“
Baubetreuung: IKB Immobilien Management GmbH, Düsseldorf
Generalplanung: RSE Planungsgesellschaft mbH, Kassel
Ausführung Dach/Wand: Dieter Eitle GmbH, Neu-Ulm
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Für das OTC 3 und 4 galt es, auf rund 110.000 m2 Dachfläche und 18.000 m2 Fassade Trapezprofile, Dämmung und Folie in nur vier Monaten zu verlegen.
Für die zuverlässige Wärme- und Schalldämmung entschied man sich für die Steinwolle-Dachdämmplatte „Hardrock II“ von Rockwool.
Kontergefälledachplatten sorgen für die Gefälleausbildung zwischen Attika und Wassereinläufen.
Heißluftverschweißen der PVC-Abdichtung.
Mechanische Befestigung von Abdichtung und Dämmung.
Insgesamt 109 Oberlichter sorgen in OTC 3 und 4 für ausreichenden Lichteinfall.
Die rund 60 Meter lange Materialbrücke verbindet OTC 2 und OTC 3 und stellt den späteren Materialfluss innerhalb der Lagerflächen sicher.
Über den Büroräumen wurde auf einer Fläche von rund 500 m2 „Hardrock II“, d=80 mm, zweilagig verlegt.
Insgesamt fünf Brandwände teilen die Lagerhallen in sieben Abschnitte.
Mit der Fertigstellung von OTC 3 und 4 im Sommer 2005 entstand die europaweit größte Logistik-Einrichtung.
Das OTC befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum VW-Werk in Baunatal.
Fotos: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG
