Dienstag, 31. Januar 2012

„RockShell“ Modulbausystem geht in die zweite Runde

Gladbeck / Flensburg / Stuttgart – Eine Weiterentwicklung des Anfang 2011 erstmalig vorgestellten innovativen Modulbausystems „RockShell“ für die Errichtung energieeffizienter Hausaußenwände in Trockenbauweise präsentiert ROCKWOOL auf der DACH+HOLZ in Stuttgart. Die Jacob Sönnichsen AG aus Flensburg hatte in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller bereits den Prototypen eines Einfamilienhauses mit diesem System erstellt. 2012 setzt das Unternehmen „RockShell“ nun für den Bau eines zweigeschossigen Wohnhauses ein. Anfang März soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, damit in den Sommermonaten der Ausbau erfolgen kann. Viele Besucher der DACH+HOLZ nutzten die Chance, sich über die Arbeit mit dem neuartigen Modulsystem zu informieren.

„Uns hat das ‚RockShell’ System uneingeschränkt überzeugt“, sagt Boy Meesenburg, Vorstand und Inhaber der Jacob Sönnichsen AG. „Durch den Einsatz dieses Modulbausystems, mit dem nach den Plänen der Architekten die Außenwände eines Hauses weitgehend vorgefertigt werden, lassen sich die Bauzeiten extrem reduzieren und natürlich die Baukosten senken. Zwei Facharbeiter des Trockenbauunternehmens mit einem Helfer haben für die Außenwände des Pilothauses mit seinen 100 Quadratmetern Wohnfläche gerade einmal drei Tage gebraucht.“ Kein Wunder also, dass sich der Unternehmer entschloss, im gleichen Neubaugebiet ein weiteres Einfamilienhaus mit dem innovativen Wandbausystem zu errichten.

Freiheit bei Konstruktion und Gestaltung
Arndt Scherdin vom Architektenbüro Lorenzen aus Flensburg, das bereits verschiedene Hausmodelle für die Gartenstadt Weiche, eine 78 Hektar umfassende Konversionsmaßnahme, entworfen hat, freut sich auf den zweiten „RockShell“ Piloten. „Für mich war es wirklich spannend zu beobachten, wie das erste Haus mit diesem System innerhalb weniger Tage errichtet wurde, schnell und unkompliziert. Und – wie wir inzwischen wissen – mit einer erstklassigen Energieeffizienz und ohne jeden Komfortverlust verglichen mit den übrigen Häusern des gleichen Typs.“ Arndt Scherdin bestätigt damit, dass der 250 mm starke Steinwolle-Kern in den Außenwänden des „RockShell“ Hauses tut, was er soll: dämmen und Energie sparen.

Wohlige Wärme im Niedrigenergiehaus
Auch eine Untersuchung des Passivhaus Instituts Darmstadt belegte jüngst: Das „RockShell“ Modulbausystem sorgt nicht nur für einen schnellen Baufortschritt, sondern ist auch uneingeschränkt geeignet für die Errichtung von Passivhäusern. „Es fühlt sich an, als wenn dieses Haus schneller als andere auf Wärme reagiert und sie länger bewahrt. Egal, ob die Sonne diese Wärme erzeugt oder unsere Heizung“, berichtet Katja Tigges, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten Hauke Fölsch das erste „RockShell“ Haus Deutschlands bewohnt. „Auch wenn wir noch keine Heizperiode komplett abgerechnet bekommen haben – wir sind sehr sicher, dass unsere Heizkosten deutlich niedriger ausfallen werden als in allen Wohnungen, die wir bisher bewohnt haben.“ Interessant fanden sie, was ihre neuen Nachbarn über die Errichtung des Hauses erzählten: „Alle waren begeistert davon, wie ordentlich die Baustelle aussah. Kein anderes Haus sei schneller und für die Nachbarn angenehmer hochgezogen worden.“

Tatsächlich ist ein Haus, das mit dem „RockShell“ Modulsystem gebaut wird, innerhalb weniger Tage errichtet, denn die Außenwände werden weitgehend vorkonfektioniert. Das System basiert auf aussteifenden Steinwolle-Elementen, tragenden Stahl-I-Profilen und vorgefertigten Holzelementen als Unterkonstruktion der Außenwandbekleidungen. Die innere Bekleidung der nichtbrennbaren Steinwolle-Platten erfolgt mit OSB-Platten. Die tragende Außenwand ist pro Etage i. d. R. 2,70 Meter hoch. Dachneigung und äußere Bekleidung der Wand sind nahezu frei wählbar.

So einfach wie ein Baukastensatz
Bernd Carstensen und Sven Hansen von der Carstensen Trockenbau GmbH & Co. KG in Flensburg haben beim Bau des „Bosse“-Niedrigenergiehauses erste Erfahrungen mit dem System gesammelt. Sven Hansen fasst sie zusammen: „Das ‚RockShell’ Wandbausystem ist zweifellos eines der innovativsten Bausysteme, mit dem wir je gearbeitet haben. Die Montage verlief schnell und einfach. Anpassungen waren problemlos machbar. Es ähnelt ein wenig der Arbeit mit einem Baukastensatz. Wir können das ‚RockShell’ Wandbausystem jedenfalls in jeder Hinsicht empfehlen und freuen uns auf die Arbeit am zweiten Objekt in den kommenden Wochen.“

Der Baubeginn für das jetzt zur Errichtung mit „RockShell“ geplante zweigeschossige Einfamilienhaus wurde für Anfang März 2012 terminiert. Zum Einzug frei gegeben wird es von der Jacob Sönnichsen GmbH voraussichtlich im Sommer 2012.

 

 

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Boy Meesenburg, Vorstand und Inhaber der Jacob Sönnichsen AG, beauftragte gerade den Bau eines zweiten Hauses mit dem „RockShell“ Modulbausystem: „Durch den Einsatz dieses Systems lassen sich die Bauzeiten extrem reduzieren und natürlich die Baukosten senken. In der Flensburger Gartenstadt haben für die Außenwände des Haustyps ‚Bosse’ mit seinen 100 Quadratmetern Wohnfläche zwei Facharbeiter des Trockenbauunternehmens mit einem Helfer gerade einmal drei Tage gebraucht.“

 


Das Architektenbüro Lorenzen hat als Team bereits verschiedene Haustypen entworfen, die in der Flensburger Gartenstadt gebaut werden. „Für mich war es wirklich spannend zu beobachten, wie das erste Haus mit diesem System innerhalb weniger Tage errichtet wurde, schnell und unkompliziert. Und – wie wir inzwischen wissen – mit einer erstklassigen Energieeffizienz und ohne jeden Komfortverlust verglichen mit den übrigen Häusern des gleichen Typs“, so der Projektverantwortliche Arndt Scherdin.

 


Sven Hansen (links) und Bernd Carstensen von der Carstensen Trockenbau GmbH & Co. KG in Flensburg haben beim Bau des „Bosse“-Niedrigenergiehauses erste Erfahrungen mit dem System gesammelt: „Das ‚RockShell’ Wandbausystem ist zweifellos eines der innovativsten Bausysteme, mit dem wir je gearbeitet haben. Die Montage verlief schnell und einfach. Anpassungen waren problemlos machbar.“

 


„Es fühlt sich an, als wenn dieses Haus schneller als andere auf Wärme reagiert und sie länger bewahrt. Egal, ob die Sonne diese Wärme erzeugt oder unsere Heizung“, berichtet Katja Tigges, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten Hauke Fölsch das erste „RockShell“ Haus Deutschlands bewohnt.


Datum:   31.01.2012
Foto:        Deutsche ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG