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Neben den strömungs- und lüftungstechnischen Anforderungen ist insbesondere der vorbeugende Brandschutz bei der Planung und Ausführung von Lüftungsanlagen von Bedeutung. Der Grund: Lüftungsleitungen führen häufig durch verschiedene Brandabschnitte des gesamten Gebäudes. Werden keine vorbeugenden Maßnahmen ergriffen, können sich Brand und Rauch über dieses Leitungssystem sehr einfach und schnell ausbreiten.

Brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen

In der Musterbauordnung (MBO) werden in § 41 grundsätzliche Anforderungen an Lüftungsanlagen gestellt. So müssen Lüftungsleitungen sowie deren Bekleidungen und Dämmstoffe aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen. Brennbare Baustoffe sind nur dann zulässig, „wenn ein Beitrag der Lüftungsleitung zur Brandentstehung und Brandweiterleitung nicht zu befürchten ist.“ 

Durchführung durch feuerwiderstandsfähige, raumabschließende Bauteile

Die Durchquerung von Decken und Wänden mit vorgeschriebenem Feuerwiderstand ist nur zulässig, wenn eine Brandausbreitung verhindert wird oder nicht zu befürchten ist. Diese allgemeinen Anforderungen der MBO werden in der Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie (M-LüAR) konkretisiert und gelten mit deren Umsetzung als erfüllt. So fordert die M-LüAR, dass Lüftungsleitungen, die brandschutztechnisch zu trennende Abschnitte eines Gebäudes überbrücken, in der höchsten vorgeschriebenen Feuerwiderstandsfähigkeit ausgeführt werden müssen. Anderenfalls sind Absperrvorrichtungen in den Bauteilen vorzusehen.

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Anordnung feuerwiderstandsfähiger Leitungsabschnitte im Gebäude