Wie funktioniert Thermografie?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

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Thermografie ist ein Verfahren, mit dem für den Menschen nicht sichtbare Infrarotstrahlung in ein sichtbares Bild umgewandelt wird. Im Gegensatz zur Fotografie werden also nicht die Wellen des sichtbaren Lichts erfasst, sondern vielmehr die Wärmestrahlung, die von jedem Objekt ausgeht.

Jeder Körper mit einer Temperatur über dem absoluten Nullpunkt von -273,15 °C sendet elektromagnetische Infrarotstrahlen aus und je höher die Temperatur des Objekts ist, desto mehr Strahlung/Wärme wird abgegeben.

Thermografie hat vielfältige Einsatzgebiete, eines davon ist die Bauthermografie. Sie ermöglicht es, Energieverluste durch mangelnden Wärmeschutz aufzudecken.

In der Bauthermografie misst die Infrarottechnik die unterschiedlichen Oberflächentemperaturen, die zur bildlichen Darstellung und Visualisierung des Messergebnisses in Farben umgesetzt werden. Temperaturunterschiede am Gebäude verursachen daher verschiedene Farben im Thermogramm. Bei Außenaufnahmen werden warme Flächen in hellgelb bis rot abgebildet und deuten auf eine erhöhte Wärmeabstrahlung bzw. Wärmebrücke hin. Kühlere Zonen erscheinen hingegen in blau bis violett und weisen auf eine geringe Wärmeabgabe bzw. gute Dämmung hin.

Thermografie: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

Im Thermogramm selbst befindet sich rechts neben der Gebäudeaufnahme eine Temperaturskala, die grundlegend für die Interpretation des Thermogramms ist. Weist eine homogene Fläche, z. B. Dach oder Außenwand, eine größere Temperaturdifferenz auf, so deutet dies zumeist auf eine Schwachstelle hin, die untersucht werden sollte.

Was muss man beachten?

  • Die Erstellung aussagekräftiger Thermogramme erfordert einige Rahmenbedingungen und Vorkehrungen:
  • Thermografien sollten nur von entsprechend ausgebildeten und erfahrenen Thermografen erstellt werden.
  • Das Gebäude muss gleichmäßig und rund um die Uhr auf ca. 20 °C beheizt sein. Des Weiteren müssen alle Fenster geschlossen und Rollläden hochgefahren sein.
  • Die Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur sollte mindestens 10-15 °C betragen.
  • Die Aufnahmen werden spätabends oder in den frühen Morgenstunden angefertigt, so dass keine Sonneneinflüsse stören können.
  • Bei hoher Luftfeuchtigkeit (Nebel) und Feuchtigkeit (Regen, Schnee) sowie starkem Wind sollte nicht thermografiert werden