Thema Behaglichkeit – Wie wird es Zuhause gemütlich?

Móther and daughter in front of fireplace

Feuchte und Schimmel gehören zu den schlimmsten Folgen von mangelndem Feuchteschutz. Aber auch der Wohlfühlfaktor sollte nicht unterschätzt werden. Für den Menschen ist die gefühlte Temperatur der Mittelwert aus der inneren Oberflächentemperatur der Außenwände und der ihn umgebenen Raumlufttemperatur. Daher spielt die Oberflächentemperatur auch bei der Behaglichkeit eine große Rolle.

Im Winter ist die Oberflächentemperatur von Außenbauteilen in der Regel kälter als die Raumlufttemperatur. Die Oberflächentemperatur hängt dabei von der Außentemperatur, der Konstruktion, den Baumaterialien und der Dämmung ab.

Bei 20-22 °C empfinden die meisten Menschen eine Oberflächentemperatur von 18 °C noch als behaglich. Wird die Differenz zwischen Raumlufttemperatur und Oberflächentemperatur der Außenbauteile zu groß, nimmt die Unbehaglichkeit zu. Zudem gerät die Luft durch die Temperaturunterschiede in Bewegung und es kann so ein dauernder, unangenehmer Luftzug entstehen, der zusätzlich für ein ungemütliches Wohnklima sorgt.

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Zur Grafik: Ob wir uns in einem Raum wohl – oder behaglich – fühlen, hängt von dem Zusammenspiel von Raumlufttemperatur und der mittleren Oberflächentemperatur der raumumschließenden Flächen (Wände, Decke, Boden) ab. Bei einer Raumtemperatur von 20 °C sollte die mittlere Oberflächentemperatur beispielsweise zwischen 19 und 26 °C betragen. Vorausgesetzt wird eine sitzende Beschäftigung mittlerer Aktivität und entsprechende Kleidung. (Grafik nach W. Frank „Raumklima und thermische Behaglichkeit“, Berichte aus der Bauforschung, Heft 104, Berlin 1975.)